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im Brick-5 | im Nestroyhof

Werte SalonistInnen und Neugierige!

Ein Pferd, skizziert von Alfred Hrdlicka spielt eine Hauptrolle in Robert Schindels köstlichem, analytisch-poetischem Wien-Roman "Der Kalte", der die österreichische Vergesslichkeitskultur am Beispiel der Waldheim-Jahre kritisch beleuchtet. Dieses Pferd wird ab Freitag als Mitspieler und Teil des Bühnenbilds im Original zu sehen sein. In seiner vollen Größe war es zuletzt in Paris (2000) und im Jüdischen Museum Wien (2004) aufgestellt, nun freut es sich auf seinen Besuch im zweiten Bezirk. Um welches Pferd es sich dabei handelt? Lesen Sie die Geschichte dieses Pferdes, erzählt von Kuno Knöbl hier.

Am 24. Oktober um 19:30 Uhr, kurz vor der Premiere von "Der Kalte", werden Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, Journalist und Redakteur Georg Hoffmann-Ostenhof und die Sprecherin des Republikanischen Club - Neues Österreich (RC) Sibylle Summer das legendäre Waldheim-Holzpferd im Nestroyhof wiederenthüllen. Wir danken dem RC für die großzügige Leihgabe!

Wir laden Sie in den kommenden zwei Wochen weiters ein zu zwei Diskussionen mit profunden Zeitzeugen und KennerInnen der österreichischen Gesellschaft, einem Gespräch mit Ari Rath, sowie zu herzergreifenden und wilden Liedern von Max Gruber mit Des Ano

Carambolage ist seit Samstag erfolgreich abgespielt und einen abschließenden "Zwischenstoß" gibt es ganz unten zu sehen. Wir werden, wenn alles klappt, Carambolage auch bald als Film zeigen können, doch dazu in Kürze mehr...

Reservierungen zu allen Veranstaltungen erbeten.
Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Salon5
Anna Maria Krassnigg, Christian Mair & Team

PS: Alle Salon5-Stammgäste und Salonpost-EmpfängerInnen erhalten für die Premiere und Pferd-Enthüllung am 24. Oktober Tickets zum Sonderpreis (10 EUR). Das Angebot gilt solange der Vorrat reicht! Senden Sie dazu bitte Ihre Reservierungen mit Codewort "Hrdlicka" an willkommen@salon5.at.

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Robert Schindel: DER KALTEIE POLITIK DES

Eine szenisch-literarische Aufstellung

24. / 26. / 30. / 31. Oktober
1. / 2. November

Salon5 im Nestroyhof

Packende Szenen und Monologe entwerfen ein ungeschminktes, plastisches Bild der Waldheimjahre. Die Fiktion von Robert Schindels Roman Der Kalte erlaubt es, den geschichtsmächtigen Ereignissen rund um hautnah auf den Leib zu rücken und sie bis in die Nerven der Beteiligten zu verfolgen.

Der Kampf um den neuen Bundespräsidenten spiegelt sich im Kampf um das Antifaschismus-Denkmal und im Kampf um das Theaterstück über das Totschweigen der Vergangenheit. Wir werden Zeugen der entscheidenden Auseinandersetzungen im Kanzleramt, in den Parteizentralen, im Burgtheater, in den Redaktionen und Hinterzimmern und der bis ins Private gehenden Erschütterung der Gesellschaft.

Mit: Anna Maria Krassnigg, Ingrid Lang, Ernst Mathon, Dominik Raneburger, Horst Schily, Martin Schwanda, Doina Weber; Dramaturgie & Texteinrichtung: Karl Baratta, Anna Maria Krassnigg

Beginn jeweils 20:00 Uhr
Theater Nestroyhof Hamakom

Am 24.10. um 19:30 Uhr:
"Enthüllung" des Waldheim-Pferdes und Gespräch mit Andreas Mailath-Pokorny, Georg Hoffmann-Ostenhof und Sibylle Summer; Moderation: Anna Maria Krassnigg 

Am 26.10. nach der Vorstellung:
Gespräch: „Waldheim ohne Schleier“ - Ari Rath spricht, befragt von Karl Baratta, über einen überraschenden Besuch in der Präsidentschaftskanzlei.

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Salons:

Waldheim zwischen Journaille und Journalismus

Waldheim - Die österreichische Wende

Waldheim schreibt 2006: „Wenn meine Lebensgeschichte zu einem neuen Zugang zur Geschichte beigetragen hat, dann ist das positiv – bezahlt freilich mit hoher persönlicher Schädigung.“

Wie stark muss die Erfahrung einer notwendigen Veränderung im Zeitbewusstsein sein, dass der Protagonist und Hauptleidtragende zu dieser Erklärung kommen kann? Wie emblematisch ist dieser Fall für die politische Kultur unseres Landes

Zeitzeugen, Autoren und Akteure von damals werden den Waldheim-Komplex in seiner aus der historischen Distanz erkennbaren kompletten Widersprüchlichkeit beleuchten und seine Bedeutung für den Geschichtsverlauf und die Gegenwart diskutieren.

Salon: Waldheim zwischen Journaille und Journalismus

25. Oktober 2014
Beginn: 20:00 Uhr
Salon5 im Nestroyhof

Gesprächspartner: Barbara Toth, Georg Hoffmann-Ostenhof, Fritz Hausjell, Heribert Steinbauer, Regina Hofer

Gastgeber: Karl Baratta, Anna Maria Krassnigg

 

Salon: Waldheim - Die österreichische Wende

4. November 2014
Beginn: 20:00 Uhr
Salon5 im Nestroyhof

Gesprächspartner: Ruth Beckermann, Ruth Wodak, Kurt Bergmann, Michael Fleischhacker, Doron Rabinovici

Gastgeber: Karl Baratta, Anna Maria Krassnigg

Beginn jeweils 20:00 Uhr
Theater Nestroyhof Hamakom

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Des Ano on YouTube

28. / 29. Oktober und 5. November
Beginn: 20:00 Uhr
Salon5 im Nestroyhof

Max Gruber, der „neue Hauspoet der schwarzen Wiener Schule” (Die Zeit), setzt mit seinem Programm „Faul im Staate” seine musikalische Landvermessung des österreichischen und dabei besonders des Wiener Biotops konsequent fort.

Mit „Faul im Staate” wird sich Des Ano den heimischen Verhältnissen wie gewohnt leidenschaftlich, radikal und mit „verantwortungsloser Heiterkeit” (© Karl Kraus) stellen. Mit Musik, die so beredt ist wie die Sprache musikalisch. Auftritte von Des Ano sind eine tour de force zwischen Konzert, literarischer Performance und Theaterabend oszillierend, berührend, aufwühlend, so erbarmungslos wie heiter. 

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Letzer Zwischenstoß

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„Viel zu Gelaber, viel zu viel gesagt.“

Was passiert also mit der Ummünzung der Werte einer westlichen Gesellschaft in der globalisierten Welt, in der alle Schranken aufgehoben werden? Ist Ummünzung überhaupt das richtige Wort, denn die „Werte“ sind ja noch präsent und das liegt nicht nur daran dass ein Großteil der Bevölkerung eben älter ist, sondern auch in jüngeren Generationen gibt es diese Begriffe noch, aber sie sind nicht mehr präzisiert. Man könnte natürlich auf die Verrohung der Sprache eindreschen, doch vergisst man dabei, dass Slang, Verkürzung und Neologismen Sprache an anderer Stelle weiterformen; Sprache steht nie still und windet sich immer um sich selbst. Aber schade und zeitintensiv ist es schon, wenn ständig über Definitionen von Begriffen diskutiert werden muss, um für das eigentliche Streitgespräch bereits zu müde zu sein.

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