Salon5

Probenfoto "Morsch": Jan Nikolaus Cerha, Martin Schwanda, Saskia Klar, Foto: Andrea Klem

Werte Salonist/innen in Wien und an der Rax,

Der junge Autor und Regisseur Jérôme Junod ist einer der seltenen Geister, die dem Schrecken ein befreiendes Lachen abgewinnen können und hinter der Lächerlichkeit den Abgrund aufdecken. Das macht seine Texte, aber auch seine Regiearbeit so verblüffend, im besten Sinne atemlos, vergnüglich, erschütternd, rätselhaft und spannend. Mit dem vorliegenden Stück „Morsch“ liefert er in raffinierter Dramaturgie, die an „Cloud Atlas“ erinnert, eine sensible und geistreiche Szenenfolge über unsere anhaltende Blindheit gegenüber den Varianten des Totalitären. Über allem steht die Frage: „Warum denn schon wieder, wieso haben wir das denn nicht kommen sehen?“ Gleichzeitig entlarvt er in köstlichen Bestandsaufnahmen die Scheingefechte von Moral, Tugend, Besserwisserei und Verharmlosung. Über die Aktualität dieses Stoffes zu sprechen macht mehr traurig als froh. Wie dieses quirlige Stück allerdings damit umgeht, ist wohl eine der lustvollsten Möglichkeiten, den Tatsachen ins Auge zu sehen. Das Schauspieler/innentrio hat sich voller Verve in den Text verbissen...

Am 17. Mai dann die dritte Ausgabe unserer wunderbar heiß diskutierten Serie „erlesener Rhetorik“ im alten Rathaus. „Reden!“ widmet sich aus mehrfach gegebenem Anlass dem Präsident/innenwahlkampf – dem transatlantischen wohlgemerkt. Ob sich Vergleiche aufdrängen? Sie werden sehen und hören... Über Reden von Barack Obama (alias David Wurawa) und Donald Trump (alias Horst Schily) unterhalte ich mich diesmal mit meinem Gast Rainer Nowak, Chefredakteur der „Presse“. 
Theatre meets reality... Zeichen der Zeit?

Das Trio der Aktualität wird abgerundet mit „badluck“. Wir freuen uns aufrichtig, dass das Interesse für dieses derzeit so spaltende Thema eine wachsende Zuschauer/innenschar vereint. Daher: Zweite Verlängerung ab 12. Mai.

In plot we trust!

Anna Maria Krassnigg
für den Salon5

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Morsch (Uraufführung)

Ein tragikomisches Spiel um Geschichte, Vergessen und Wiederholung von Jérôme Junod

11. - 29. Mai 2016 (20:00 Uhr)
Salon5 im Theater Nestroyhof Hamakom

Nestroyplatz 1, 1020 Wien

Zwei Häftlinge in einem totalitären Gefängnis am Tag des Befreiungsansturmes; die Familie eines ehemaligen Schergen beim Abendessen; eine angespannte Historiker-Fernsehrunde; drei Halbwüchsige, die den Geschichtsunterricht schwänzen; das lange Warten auf eine Hinrichtung, in der Zukunft. Fünf Generationen, fünf Situationen in der Zeit, verschachtelt, ergänzend, einander widersprechend und unvereinbar.

Inszenierung: Jérôme Junod
Mit: Saskia Klar, Jan Nikolaus Cerha und Martin Schwanda
Bühne & Kostüm: Lydia Hofmann
Musik: Christian Mair
Assistenz: Fanny Stapf

Premiere am 11. Mai (20 Uhr)
Weitere Termine: 13., 17., 18., 21., 22., 24., 26., 27. und 29. Mai (20 Uhr)

Produktion: Gesellschaft für Musische Unterhaltung und Salon5, in Kooperation mit dem Theater Nestroyhof Hamakom
Stückrechte beim Thomas Sessler Verlag, Wien.

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Trailer...

Das Ensemble spricht über Figuren und Geschichte...

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Reden! (III): How to become Mr. President

Fortsetzung der dramatischen Serie erlesener Rhetorik,

konzipiert von Anna Maria Krassnigg

17. Mai 2016 (19:00 Uhr)

Salon5 im Alten Rathaus, Festsaal

Wipplingerstraße 8, 1010 Wien

 

Barack Oboama: "Yes We Can" Rede vom 8. Jänner 2008, Nashua, New Hampshire, u.a. (im englischer Originalsprache)

Donald Trump: "Our Country Needs a Truly Great Leader / Unser Land braucht einen starken Mann" Rede vom 16. Juni 2015, New York

Gast: Rainer Nowak (Chefredakteur "Die Presse")

Mit: Anna Maria Krassnigg, Rainer Nowak, Horst Schily, David Wurawa

In einer Reihe monatlich stattfindender Aufführungen werden historische und zeitgenössische Reden präsentiert. Jeder Abend der Reihe beleuchtet thematisch und strukturell aufeinander bezogene rhetorische Paradestücke. Der Festsaal des Alten Rathauses in der Wipplingerstraße fungiert als ideales theatrales Setting. Zudem lädt Anna Maria Krassnigg einen berufenen Gast zum freien „Verfertigen der Gedanken“ über rhetorische Strategien und Inhalte des Abends.

Über die Inhalte und Gäste der weiteren Reden!-Veranstaltungen werden wir laufend informieren.

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badluck

Asylsuchende berichten noch immer. Immer wieder.

Neue Zusatztermine:
12., 19. und 25. Mai 2016 (20:00) Uhr
Theater Nestroyhof Hamakom

Nestroyplatz 1, 1020 Wien

Seit Februar berichten Asylsuchende auf der Kellerbühne des Theaters Nestroyhof Hamakom über die Gründe ihrer Flucht. Über ihre Heimat, Familie, Freundschaft und Verlust. Sie erzählen von ihren letzten Tagen und Wochen in Syrien und dem Irak. Sprechen von individuellen Erlebnissen, die zu ihrer Flucht geführt haben, unterstützt von Handyvideos und Fotos. 

badluck ist ein Projekt von Karl Baratta und Natascha Soufi in Koproduktion mit Salon5 und Theater Nestroyhof Hamakom. 

Eintritt: freie Spende zugunsten der mitwirkenden Asylsuchenden

Kartenreservierung: Telefonisch: +43 (0) 189 00 314 (Tonband)
Online: www.hamakom.at oder www.ticketgarden.com/tickets/badluck

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Vorverkauf: Ticketgarden

Reservierung: +43 676 5625502, willkommen@salon5.at

U25-Tickets zu € 2,50 für Besucher/innen bis zum vollendeten 25. Lebensjahr. Weitere Ermäßigungen, salon5.card und salon5.abo siehe www.salon5.at/tickets.

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