Felix Salten

Felix Salten (eigentlich: Siegmund Salzmann), geboren 1869 in Budapest, gestorben 1945 in Zürich, war Schriftsteller, Publizist, Theaterkritiker und Feuilletonredakteur in Wien und Berlin. Ab 1890 war Salten mit Hugo v. Hofmannsthal, Arthur Schnitzler und Richard Beer-Hofmann bekannt; mit ihnen gehörte er dem Schriftstellerkreis „Jung Wien“ an, der sich im Café Griensteidl traf und publizistisch durch Hermann Bahr gefördert wurde. Seit der Jahrhundertwende schrieb Salten für fast alle wichtigen deutschsprachigen Zeitschriften und Zeitungen (u.a. Wiener Allgemeine Zeitung, Berliner MorgenpostFremden-Blatt. Morgenblatt, Neue Freue Presse, Die Zeit). Während des ersten Weltkrieges war er im Kriegsarchiv beschäftigt. Seit 1913 arbeitete Salten auch als Drehbuchautor für Filme und fungierte 1915 als Filmregisseur. Von 1927 bis 1933 war er Präsident des Österreichischen PEN-Clubs.
Salten war ein vielseitiger und äußerst produktiver Schriftsteller und Journalist, gehörte vor 1900 zu den progressiven literarischen Kreisen in Wien. Während er durch seine pointierten und geschliffenen Kritiken und Feuilletons zu den einflussreichsten Vertretern des gehobenen literarischen Journalismus zählt, steht er als Verfasser von Novellen, Romanen und Theaterstücken im Schatten der wichtigsten Autoren seiner Epoche. Zwei seiner Werke verhalfen ihm dennoch zu Weltruhm: der Tierroman „Bambi. Eine Lebensgeschichte aus dem Walde“ (1923), von Disney 1942 verfilmt, und der pornographische Roman „Josefine Mutzenbacher. Roman einer Wiener Dirne“ (1906), dessen lange umstrittene Autorschaft inzwischen als gesichert gelten kann. 1938 emigrierte er in die USA und lebte nach seiner Rückkehr in Zürich.

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