Robert Musil

Robert Musil, geboren 1880 in Klagenfurt, gestorben 1942 in Genf, war Schriftsteller und Theaterkritiker. Er studierte an der technischen Militärakademie in Wien, brach seine Ausbildung ab und wurde Maschinenbauingenieur. Nach einer Tätigkeit als Assistent an der TH Stuttgart studierte er Philosophie, Psychologie, Mathematik und Physik in Berlin. Auf eine Universitätslaufbahn verzichtete er, um freier Schriftsteller zu werden. Von 1911 bis 1914 war er Bibliothekar; 1914 Redakteur der Neuen Rundschau. Im 1. Weltkrieg war er Landsturmhauptmann, Herausgeber der Soldatenzeitung und zuletzt im Kriegspressequartier. Nach der faschistischen Besetzung Österreichs emigrierte er nach Zürich. Er zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Literaten des 20. Jahrhunderts.
Musils Oeuvre umfasst Novellen, Dramen, Essays, Kritiken und zwei Romane. Sein literarischer Erstling, „Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“ (1906), der ihn weithin bekannt machte, wurde sein erfolgreichstes Werk.
1936 und 1937 war Musil – über dem „Mann ohne Eigenschaften“, sein unvollendetes Magnum Opus, sitzend – im Reichenauer Thalhof: „Bloß 500m hoch und doch alpine Luft, und außerdem ein erhalten gebliebenes Stück des guten alten Österreich, was das Unterkommen betrifft.“

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