Sigmund Freud

Sigmund Freud, geboren 1856 in Mähren, gestorben 1939 in London, war Neurologe, Tiefenpsychologe, Kulturtheoretiker und Religionskritiker. Er ist der Begründer der Psychoanalyse. Freud arbeitete fast sein ganzes Leben in Wien, seit 1886 als Nervenarzt und Dozent für Neuropathologie. Er entwickelte Methoden zur Diagnose und Behandlung von Neurosen und äußerte sich auch zu kulturellen und gesellschaftlichen Themen. Viele seiner Begriffe wie „Es“, „Ich“, „Über-Ich“, das „Unbewusste“ oder „Ödipus-Komplex“ wurden sprachliches Allgemeingut. Freud schuf mit seiner Psychoanalyse eine der bedeutendsten Theorien des 20. Jahrhunderts. Seine Lehre blieb zwar umstritten, doch hatte sie großen Einfluss auf die Behandlung seelischer Erkrankungen, ebenso auf Kunst und Literatur.
Freud brachte mit seiner Familie viele Sommer in Reichenau zu, meist logierten sie im Thalhof der Familie Waissnix, wo er an der Traumdeutung arbeitete. Als Sigmund Freud 1894 eine Villa auf dem Semmering mietete, war ihm wichtig, dass er von dort an einem Tag bequem in Wien und zurück sein konnte. Er liebte den Semmering und die Rax und war ein begeisterter Hochtourist, so schrieb er am 13.Juli.1891: „Wir haben hier (dem Wetter den Vorrang) beständigen Regen. Trotzdem war ich gestern auf der Rax und habe wieder Edelweiß heimgebracht.“

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