Archiv: Programm 2015

Programm 2015 – Der Auftakt

Das Eröffnungsjahr 2015 war Prolog für die nachhaltige Verankerung des neuen Kulturprogramms am THALHOF.

„Die Rax hilft immer“, dieses Mantra Robert Schindels (aus dem Roman: „Der Kalte“, Suhrkamp Verlag) hat sich erneut verifiziert. So ist es uns 2015 gelungen, mit den wort.spielen am THALHOF einen theatralen Feldversuch zu starten: Dramatische Literatur ins Grüne zu setzen, zeitgenössische Autor/innen nicht nur zum Gespräch zu bitten, sondern auch – mitten im Sommer und am Fuße von Rax und Schneeberg – auf die Bühne zu bringen und eine wachsende Gemeinschaft auf Wiese und Terrasse, im Saal und in den Salons vom neuen THALHOF zu überzeugen.

Spielzeitmotto

„Die Residenz des Flüchtigen“ lautet das Spielplanmotto für 2015, welches einerseits auf die legendäre Funktion des THALHOF als Übergangsresidenz einer denkenden, dichtenden und kommunizierenden Gemeinschaft fokussiert. Residenz auch des immer flüchtigen Gedankens, der aufflammt, sich transzendiert und – im Glücksfall – im Werk manifestiert.

Es umkreist aber auch die anhaltend aktuelle Frage, unter welchen Bedingungen das Flüchtige oder auch die Flüchtenden, damals wie heute, Residenz aufschlagen können.
Und letztlich lotet das Motto angesichts der umfassenden Renovierung und Relancierung des THALHOF den besonderen Reiz eines Ortes aus, der von vorne herein zum intensiven Verweilen, nicht aber zum Niederlassen im Alltäglichen gedacht und genützt war.

Die folgenden Programmpunkte waren 2015 am THALHOF zu sehen:

„HOCHSTAPLER-
NOVELLE“

nach Robert Neumann

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Juni, August, September 2015

Hochstaplernovelle: Martin Schwanda; Foto: Christian Mair

Hochstaplernovelle: Martin Schwanda; Foto: Christian Mair

Eine Dramatisierung der wiederentdeckten Meisternovelle holt Archetypen der Jahrhundertwende in die Gegenwart: Der Hochstapler bewegt sich durch eine Welt, in der alles käuflich und alles Beute ist und die der unseren in ihrer Haltlosigkeit verblüffend ähnelt. Das Hotel ist Panoptikum menschlicher Existenzen, der Speisesaal Haifischbecken und Tanzparkett. Ein Sprachfeuerwerk des Zwischenkriegs-Literaturstars Robert Neumann zur Eröffnung.

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„wort.galerie“

Juni 2015 – laufend

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Zeitgenössische Autor/innen präsentieren in Kurzfilmportraits ihren persönlichen Zugang zu legendären Thalhof-Autor/innen, wie Franz Grillparzer, Marie von Ebner-Eschenbach, Felix Salten, Arthur Schnitzler, Sigmund Freud, Robert Musil und anderen. Dauerausstellung an Veranstaltungstagen.

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„spiel.ball“

Juni, August, September 2015

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ExpertInnen aus Literatur und Wissenschaft sind mit ihrer Meinung und mit Kostproben ihrer Werke zu Gast am THALHOF.  Gastgeberin Anna Maria Krassnigg im Gespräch mit: Robert Schindel, Franz Schuh, Julya Rabinowich, Franzobel, Paulus Hochgatterer u.a.

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„WERBUNG LIEBE ZUCKERWATTE“

von Mario Wurmitzer

Juni 2015

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Ein terroristischer Anschlag verunsichert die Menschen im Freizeitpark. Die Stimme der Gewalt kämpft gegen die Stimme des Rechts, den schützenden Staatsapparat. Die Figuren des jungen österreichischen Dramatikers Mario Wurmitzer agieren zwischen Ohnmacht und Aufbegehren, seine Sprache geht neue Wege. Szenische Lesung in Zusammenarbeit mit dem Thomas Sessler Verlag.

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„LA PASADA – Die Überfahrt“

von Anna Poloni

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Juni 2015

LA PASADA - Filmstill, Erni Mangold, Flavio Schily, Kamera: Christoph Hochenbichler

LA PASADA – Filmstill, Erni Mangold, Flavio Schily, Kamera: Christoph Hochenbichler

LA PASADA ist die Geschichte eines alten Mädchens, das es gewagt hat, ihren Lebensplan rücksichtslos zu verwirklichen und des frühreifen Jungen, der durch die Aufdeckung ihrer Lebenslüge beginnt, ein Mann zu werden. LA PASADA verbindet auf poetische Weise Theater und Film. Erni Mangold in der zentralen Filmrolle der Flora Stern breitet auf raffinierte Weise den faszinierenden Teppich außergewöhnlicher Lebensgeschichten aus. Ein weiblicher, zeitgenössischer Blick auf das Leben als Residenz des Flüchtigen.

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„TRAUM EIN LEBEN – eine szenisch-musikalische Nachtfahrt“

nach Franz Grillparzer, Arthur Schnitzler und Thomas Bernhard mit Musik von Franz Schubert

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isa – Internationale Sommerakademie der mdw
August 2015
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Inspiriert von Franz Grillparzers Werk „Der Traum ein Leben“ entsteht eine literarische Umkreisung des Unbewussten, umspielt mit Kammermusik von Franz Schubert. Im Rahmen der isa – Internationale Sommerakademie der mdw koagieren Studierende des Max Reinhardt Seminars und des Haydn Instituts.

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„TRIPTYCHON DER KÜNSTE“

von Wilfried Steiner

August 2015

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Wilfried Steiner hat in den letzten Jahren drei tragikomische, facettenreiche Romane zu den Themen Kunst, Liebe und der unauslöschlichen Sehnsucht nach beidem geschrieben und dabei eine Fülle hinreißender Künstlerportraits von S.T. Coleridge bis Gustav Mahler entworfen: “Der Weg nach Xanadu”, “Bacons Finsternis” und “Die Anatomie der Träume”. Szenische Lesung im Beisein des Autors.

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