LA PASADA – Die Überfahrt

Eine Kinobühnenschau von Anna Poloni

LA PASADA – Die Überfahrt erzählt die Geschichte eines alten Mädchens, das es gewagt hat, ihren Lebensplan rücksichtslos zu verwirklichen und des frühreifen Jungen, der durch die Aufdeckung ihrer Lebenslüge beginnt, ein Mann zu werden.

LA PASADA erzählt zudem vom leidenschaftlichen Zorn einer Belogenen und der souveränen Ruhe eines Entwurzelten, der die Relativität von „Wahrheit“ längst begriffen hat. Das Stück setzt brillante Einzelgänger ins Grenzland zwischen Bühne und Film, Ich und Du, Frau und Mann, Europa und Afrika, Land und Meer, Leben und Tod und verfolgt ihre tragi-komischen Fluchten vor den Beschränkungen durch ein normiertes Leben, aber auch vor Verantwortung und Erinnerung. Erni Mangold in der zentralen Filmrolle der schillernden Flora Stern breitet – ständig oszillierend zwischen Erinnerung, Manipulation der Wirklichkeit und aufrichtiger Lebensbeichte – den faszinierenden Teppich außergewöhnlicher Lebensgeschichten aus.

LA PASADA verbindet auf poetische Weise Theater und Film und zitiert damit das reizvolle, historische Genre der „Kinobühnenschau“. Die Bühnenschau oder Kinobühnenschau ist ein vergessenes Kapitel der darstellenden Kunst, und faszinierte vor allem durch die (ver-)doppelte Präsenz der SchauspielerInnen sowie die verblüffenden Effekte des Wechselbads zwischen den Erzähl- und Darstellungstechniken. Das METRO-Kino kann seine einzigartige Wirkung als Theater UND Kino entfalten, das Theater wird zum Filmset, das Kino zum Theater.

Die letzten Stücke von Anna Poloni wurden erfolgreich in Luxemburg und Wien, am Grand Theatre de la Ville, im Salon5 und im Theater Nestroyhof uraufgeführt. LA PASADA ist eine weitere sprach-spielerische Momentaufnahme der tragikomischen Verwerfungen zwischen Frauen, Männern, Generationen und Weltanschauungen, die zu tiefen Rissen in der Gesellschaft führen können.

«Eine Art märchenhafter Traumnovelle des 21. Jahrhunderts.»
NÖN

«…setzt in der Inszenierung neue Maßstäbe.»
European Cultural News

«Krassnigg gestaltet das enigmatische Spiel in Form einer Bühnenschau als raffinierte Kombination von Film und Live-Erlebnis.»
wina

«Kaleidoskopartig changieren Vermutungen und Emotionen in dieser Seance der Erinnerungen. … Schade, dass das Stück am Thalhof nur drei Aufführungen erfährt.»
APA

«Anna Maria Krassnigg hat mit diesem enigmatischen Stück […] die große Kunst der Kinobühnenschau auf beeindruckende Weise erneuert. […] Die Poetik der Bilder korrespondiert mit der Sprache des Dramas. Anna Poloni hat ein Spiel um Zeit und Raum geschrieben. Zeit vergeht, wird verspielt, will festgehalten werden und wird vergeudet. Lust- und leidvoll.»
Mottingers Meinung

«Das Stück könnten sich jedenfalls Federico Garcia Lorca und Alain Resnais bei einem Fass Portwein miteinander ausgedacht haben. […] In diesem Kaleidoskop werden Partikel aus Gegenwart und Erinnerung durcheinandergeworfen. Die Einzelmomente lösen sich und tanzen wie Flocken auf dem Bewusstseinsstrom.»
Der Standard

«David gegen Goliath könnte man die neue Inszenierung von Anna Maria Krassnigg zusammenfassen, mit dem Ergebnis, dass der ungleiche Kampf in diesem Match unentschieden endet. Dafür sorgen die brillanten Schauspielerinnen und Schauspieler.  […] Gerade die multiplen Layer, die sich in diesem Werk auffinden lassen, machen es so hoch spannend. Dabei kann man sich über weite Strecken seiner eigenen Erkenntnis, die man bis dahin gewonnen hat, nie sicher sein. Denn im Handumdrehen muss man seine Anschauung dann auch wieder revidieren.»
European Cultural News

«„Man wird nicht als Frau geboren – man wird es.“ Simone de Beauvoirs berühmtes Zitat ist wie eine Folie, vor der sich Anna Polonis Stück „La Pasada – Die Überfahrt“ entfaltet. […] Regisseurin Anna Maria Krassnigg verwebt in ihrer Inszenierung […] gekonnt Film und Theater.»
Wiener Zeitung

Anna Poloni ist zweisprachig aufgewachsen in Syrakus, Rom und Wien, Studium der Germanistik und Romanistik so-wie der Rechtswissenschaften in Rom, Zürich und Wien, schreibt Lyrik, Prosa und Dramatik. Gelegenheitsjobs als Übersetzerin sowie Trauer- und Festrednerin ließen genügend Raum für das eigene Schreiben. Die bewusste Entscheidung zu einem Leben mit Kindern und auf Reisen hat ein Schreiben geprägt und forciert, dessen Veröffentlichung zunächst nicht im Vordergrund stand. Das änderte sich 2010 mit dem Entschluss, mittelfristig den Lebensmittelpunkt nach Andalusien zu verlegen und sich auf die schriftstellerische Arbeit zu konzentrieren. Anna Poloni wird vom Verlag Jussenhoven & Fischer, Köln vertreten.

Nach dem viel beachteten Überraschungscoup CAMERA CLARA oder Wie man leben muss und CARAMBOLAGE oder Der schwarze Punkt  ist LA PASADA – Die Überfahrt die dritte Zusammenarbeit des Salon5 mit der Autorin Anna Poloni. Zugleich ist diese Produktion Teil 3 eines vierteiligen Themenzyklus: die Tetralogie KICKS / ÜberTritte und eine Koproduktion mit den wort.spielen am THALHOF.

Mit:
Erni Mangold (Film),
Gioia Osthoff (Bühne / Film),
Flavio Schily (Film),
Martin Schwanda (Bühne / Film),
Doina Weber (Bühne / Film),
David Wurawa (Bühne / Film)

Buch: Anna Poloni

Regie: Anna Maria Krassnigg
Raum: Lydia Hofmann
Kostüm: Antoaneta Stereva
Musik, Filmschnitt: Christian Mair
Kamera: Christoph Hochenbichler

Koproduktion: Salon5, THALHOF

Unterstützt von der Kulturabteilung der Stadt Wien und der Kulturabteilung des Landes Niederösterreich.

Premiere:
17. November 2015 / 20:00 Uhr

Vorstellungen:
18. / 25. / 26. / 27. / 28. November 2015
Beginn:
20:00 Uhr

METRO Kinokulturhaus
Johannesgasse 4,
1010 Wien

Premiere:
26. Juni 2015 / 20:00 Uhr

Vorstellungen:
27. / 28. Juni 2015
Beginn:
20:00 Uhr

THALHOF wort.spiele
Thalhofstraße 23,
2651 Reichenau an der Rax