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KASSANDRA

nach der Erzählung von Christa Wolf

Inhalt

«Wann Krieg beginnt, das kann man wissen. Aber wann beginnt der Vorkrieg?»

Der Trojanische Krieg ist verloren. Das Königshaus zerbrochen. Ein Volk wurde niedergemetzelt. Da. Noch eine Stimme. Kassandra. Tochter des letzten trojanischen Königs Priamos. Zur Seherin bestimmt – doch mit dem Fluch belegt, niemand werde ihr glauben.

Es sind ihre letzten Minuten.

Kassandra wurde im Trojanischen Krieg durch ihr Wissen und ihre Sehergabe zur unverstandenen Einzelgängerin im Königshaus. Sie gab alles, um ihr Volk vor diesem Krieg zu bewahren. Wurde dafür eingesperrt, verkannt, verlacht, verraten und als jene bezeichnet, die wollte, dass Troja untergeht…

Wie kann das sein? Warum dieser Irrsinn? Warum dieser Krieg?

Gleich wird sie hingerichtet.

«Nie war ich lebendiger als in der Stunde meines Todes. Jetzt.»

Rezensionen

«Sie ist Kassandra in jedem einzelnen Moment. […] Eine starke Performance, die Schauspielerin und Publikum gleichermaßen forderte und gerade deswegen einen bleibenden Eindruck hinterließ.» (European Cultural News)

zur ausführlichen Besprechung…

Team

Katharina Haudum (Schauspiel)

Die Mühlviertlerin studierte bis 2014 Schauspiel am Max Reinhardt Seminar Wien bei Regina Fritsch und Nicholas Ofczarek. Dort war sie u.a. als Kristin in „Ein Traumspiel“ unter der Regie von Jens Bluhm oder als Warwara Osipowna Chochlakowa in „Karamasow – eine Beichte“ (Regie: Josua Rösing) zu sehen und wurde mit diesen Produktionen zu Wettbewerben nach Berlin und Hamburg eingeladen. Ausserdem spielte sie bei den Sommerspielen Perchtoldsdorf die Marja Antonowna in „Der Revisor“ (Regie: Christine Wipplinger) oder das Gretchen in „Faust I“ unter der Regie von Klaus-Dieter Wilke. Vor der Kamera stand Katharina Haudum bei Dieter Berners „liebemacht“ als Lucy oder als Winifred Wagner in der Fernsehproduktion „Der Clan – Die Geschichte der Familie Wagner“. Kürzlich konnte sie in den USA erste Erfahrungen im Bereich Method- und Camera Acting u.a. bei Susan Grace-Cohen machen.

 

David Stöhr (Szenische Einrichtung)

Geboren in Siegen, Nordrhein-Westfahlen. Aufgewachsen in einer Kleinstadt namens Netphen im Siegerland studierte er nach dem Abitur in Wien Psychologie. Seit 2012 ist er am Max-Reinhardt Seminar im Studium der Schauspielregie. Im dritten Jahr seiner Ausbildung folgten auf die Inszenierungen von Euripides Medea und Sarah Kanes Zerbombt die Vordiplomsinszenierung der Monstertragödie Lulu nach Frank Wedekind.

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© David Stöhr

Besetzung & Team

Schauspiel:
Katharina Haudum
Szenische Einrichtung:
David Stöhr
Der Soloabend Kassandra ist eine Weiterentwicklung des künstlerischen Diplomabends von Katharina Haudum am Max Reinhardt Seminar Wien.

Spielzeit 2014/15

Termine
29. / 30. / 31. Jänner 2015
20:00 Uhr (Einlass 19:00 Uhr)
Salon5 im Brick-5

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